Marloffstein in buntes Licht getaucht,
am 18. April 2008
"Grüne Nacht" Ansbach
Projekt am kleinen Schlossplatz und Reitbahn,
Samstag den 21. Juli 2007 unter dem Motto:
Musik und Museen Licht und Kunst
Rokoko-Festspiele
Illumination zu "Sommerliches Maskenfest"
im Rosengarten und Lindensaal
des Ansbacher Hofgartens am 30. Juni 2007
Kalt
wird
warm
Licht verwandelt Räume
und Menschen, die je nach
Lichtfarbe anders fühlen.
Wer in warme Farben
getauchte Räume betritt,
schätzt die Temperatur
dort höher ein.
Kühle Neonröhren
dagegen lassen Menschen
leicht frösteln. Der
Lichtkünstler Roger
Beuchert aus Erlangen
verwandelte die kühlen
Metalltanks im Weinkeller
bei Horst Sauer in
Escherndorf in
futuristisch wirkende,
warme Kunstobjekte.
Erschienen im "Magazin am Wochenende" der Nürnberger Nachrichten am 9./10. Dezember 2006
"Wein ohne Worte"
Lichtprojektion zur Präsentation neuer Weine
im Weingut Horst Sauer, Escherndorf
am 23. September 2006
Brasilianische Nacht
Lichtprojekt mit Bildern von Hermia
am 28. Juli 2006 in Höchstadt an der Aisch
zum 225. Geburtstag
von Johann Baptist Ritter von Spix
Nachruf über Hermia
zu lesen in den Erlanger Nachrichten
am 31. Oktober 2005
Kulturnacht Höchstadt
Lichtprojekt mit Projektion eigener Bilder
auf die Schlossfassade bei der
Kulturnacht am 01. Oktober 2005
in Höchstadt an der Aisch
"Wein ohne Worte"
Lichtprojektion zur Präsentation neuer Weine
im Schloss Castell & Restaurant Weinstall
am 24. September 2005
"Sahnehäubchen 3"
Lichtprojektion im Erlanger Schlossgarten
am 27. August 2005
in der "Langen Nacht"
beim 25. Erlanger Poetenfest
"Der Berg leuchtet"
Lichtspektakel
250 Jahre Erlanger Bergkirchweih
am 22. April 2005
in unserer Serie „Atelierbesuch“
stellen wir diesmal die Malerin und Bildhauerin
Hermia Szabo-Beuchert vor.
Ehrlichkeit der Empfindung Hermia Szabo-Beuchert
lebt und arbeitet in Rathsberg
„Ich habe eine kleine Wildblume, eine Flamme, die zwischen den Wolken blüht . . .“, ist der einzige deutsche Satz, den die französische Chansonette Patricia Kaas auf ihrer CD „tour de charme“ singt. Diesen Satz hat die aus einer Budapester Künstlerfamilie stammende Wahl-Erlangerin Hermia Szabo-Beuchert in ihre Aquarellserie übernommen, in der sie nur auf Grund der beim Malen gehörten Musik die Ausdruckskraft der Sängerin in Bilder umgesetzt hat wie Kaas-Fans behaupten, äußerst treffend.
Auch die Bewegungen eines Rigaer Dirigenten beim Gastkonzert in der Ladeshalle inspirierten die Malerin zu einem Bilderzyklus, der nun neben lackierten venezianischen Karnevalsstiefeln und satirischen Skulpturen das Treppenhaus ihrer „Kleinen Galerie“ ziert.
In dem urigen Rathsberger „Hexenhäuschen“, das sie mit Ehemann, Sohn, einem Hund und zwei Katzen gestaltet und bewohnt, finden mitunter bohèmehafte Ausstellungen statt, wie die so genannte „Adventsdachbodenausstellung“. Im ganzen Haus vom Garten bis zum Dachboden dort befindet sich auch ihr Atelier sind dann ihre Arbeiten zu sehen.
1979 nach Deutschland und 1981 nach Erlangen gekommen, betrieb Hermia Szabo-Beuchert Anfang der Achtziger eine avantgardistische Galerie für Kleinplastik und Schmuck in Erlangen. Hier konnte man komische Hüte, originelle silberne Anhänger in Form verknautschter Kleidungsstücke oder an Wäscheleinen aufgehängte Gipshemden erwerben ästhetisch ähnlich konzipiert wie Reinhold Knapps letztjähriges „Hosenstück“. Nicht nur technisches Können ist der diplomierten Malerin, Metallbildhauerin und Goldschmiedin wichtig, sondern ebenso die Ehrlichkeit der Empfindung, mit der durch Intuition ein Künstler in der ihm gemäßen Ausdrucksform den Zeitgeist widerspiegeln oder auch kritisieren kann: Ein seriöser Kunstanspruch, der sich in ihrem vielseitigen und humorvollen Schaffen auch zeigt.
Ein wenig Pein bereitet dem temperamentvollen Rotschopf, der nie mit seiner Meinung zurückhält und dadurch öfter einmal aneckt, die Parallele in Farbigkeit und Form ihrer Frauenfiguren zu Niki de St. Phalle. Hinter dem eisernen Vorhang entwickelte die junge Künstlerin an der Kunstakademie Budapest etwa zeitgleich eine simultane Ästhetik zu der Französin, die von beiden erst spät bemerkt wurde. Nicht zum ersten Mal bringt der Zeitgeist einer Epoche an unterschiedlichen Orten ähnliche Kunstformen hervor.
Hermia Szabo-Beuchert jedenfalls ist bekennende Toulouse-Lautrec-Anhängerin und hat nicht nur den Meister selbst mit scharfen Blaustrichen porträtiert, sondern auch eine satirische „La Püff“-Acryl auf Papier-Serie kreiert, die auf Lautrecs Pariser Kurtisanenbildern basiert. Sie beschwört jene Fin-de-siècle-Leichtigkeit herauf, die laut Szabo-Beuchert angesichts der heutigen niedergehenden Wirtschaftslage wünschenswert wäre. Auch etliche Besucher des letzten Honky-Tonk-Kneipenfestivals wurden in der Serie „Stadtflüsterer“ karikiert und in die neckischen Gewänder der Jahrhundertwende gesteckt.
„Die Leute müssen lernen, wieder mit weniger materiellen Gütern zufrieden zu sein und die Buntheit und Perfektion in kleinen Dingen zu sehen, Dinge, die nicht banal, sondern kleine Wunderwerke sind.“ Dementsprechend thematisiert auch Hermias naturpoetische „Wortmalerei“ die sinnliche Lebensfreude in roter Paprika, Amselarien vor dem Fenster und der Trauerweide, „an deren Ästen wundersame Liebesgeschichten hängen. Unten drunter steht eine Bank, jeder kann zuhören.“ Zwei Mal hat sie durch „Sahnehäubchen“ beim Poetenfest erfreut, jene dreistündigen Lichtinstallationen, die den Schlossgarten und seine Besucher nächtens in neuem Licht erstrahlen und bunte Monde über Erlangen aufgehen ließen. In größerer Form und mit einer Wasserwand hinter dem Altstädter Schießhaus wird Hermia im Auftrag der Stadt am Freitag, 22. April, von 21 bis 23 Uhr den gesamten Kellerbereich der Bergkirchweih unter dem Motto „Der Berg leuchtet Ein Lichtspektakel“ mit ihren Kunstwerken illuminieren, musikalisch untermalt von der „Willi Dentler Band“. Für zukünftige Projekte sieht die Künstlerin, die auch Privatunterricht (zur Vorbereitung auf die Kunstakademie u. a.) gibt, ihren Schwerpunkt in der Malerei und darauf, immer in Bewegung zu bleiben. Auch wenn ihre lebensbejahende und urkräftige Kunst in Städten mit avantgardistischen Kunstszenen gewiss rascher berühmt würde, ist es schön, dass auch in Frankens versteckten Winkeln noch solch kreative Kunstschaffende zu finden sind.
Natalie Bost, Erlanger Nachrichten 19./20. Februar 2005
"Sahnehäubchen 2"
Lichtprojektion im Erlanger Schlossgarten
am 28. August 2004
in der "Langen Nacht"
beim 24. Erlanger Poetenfest
"Sommernachtstraum"
die "schöne Hermia" zeigt
neueste Bilder am 24. Juni 2004 in der Neustädter Kirche, Erlangen
"Sahnehäubchen"
Lichtprojektion im Erlanger Schlossgarten
am 30. August 2003
in der "Langen Nacht"
beim 23. Erlanger Poetenfest
Ausstellung "La Püff" in Bamberg:
Baden in Farben und am Balaton Lebensfrohe Kunst von Hermia Szabo-Beuchert bei Friedl Fischer
" Bei ihr sei die Fülle nicht schwer, sondern in einer großen Portion Lebenslust und persiflierendem Humor
aufgehoben. Noch die häufig schwergewichtigen Menschen auf ihrer Leinwand wirken leicht, durch die
Fülle an Formen und den Mut, Farben neben knallige Farbe zu setzen. Damit habe Szabo-Beuchert eine frische,
duftige Note nach Bamberg gebracht, und im übrigen sei es keine Schande, sich vor dem ausliegenden
" Penisbuch " anzustellen und es in Ruhe zu betrachten. Tatsächlich eignete sich das Penisbuch in seiner Penetranz
und Ausschließlichkeit des Themas als zeichnerisches Gegenstück zu den "Vagina-Monologen", die unlängst auf
den Bühnen der Welt Furore machten. Zugleich aber gilt das Buch beredtes Zeugnis von Szabo-Beucherts
trefflicher Beherrschung der Linienführung und, abermals, von ihrem Humor ".
Jürgen Gräßer, Fränkischer Tag, 14. März 2003
Ausstellung "La Püff" in Erlangen:
Damen im Separee Hermia Szabo-Beuchert in der Neuen Galerie des Kunstvereins
" Bunt, intensiv und sinnlich sind die Arbeiten von Hermia Szabo-Beuchert. In großer Eindringlichkeit und
manchmal nahezu beunruhigender Offenheit zeigt sie ihre Figuren. Üppige Damen im Separee des "Nachtcafés",
Relikte einer scheinbar schon längst vergangenen Zeit. Entspannt auf eine Recamiére geräkelt, ihre ausladenden
Leibesfülle mit Satin und Spitze umhüllt, richten sie den süffisant-arroganten Blick auf den (männlichen) Besucher,
der sich den plüschigen Rotlichträumen nähert.
In ihrer aktuellen Ausstellung "La Püff" (eine fränkisch-französische Umschreibung) zeigt die Künstlerin neue Bilder
und Skulpturen voller Esprit und (Lebens)-Lust. Beim Gang durch die Ausstellung wird klar: hier ist alles versammelt,
was das menschliche Leben zu bieten hat - der alternde Liebhaber, der Voyeur oder der Schuhfetischist,
der sich rücklings anschleicht, um einen Blick auf das Objekt seiner Begierde zu erhaschen. Enthüllende Szenerien,
karikaturhaft, inspiriert von den Bildern der französischen Avantgarde-Maler des späten 19. Jahrhunderts.
Dann gibt es aber auch die kleinen Szenen, wo die stolz zur Schau getragene Selbstdarstellung vergessen wird.
In einem scheinbar unbeobachteten Moment wird Sensibilität und Verletzlichkeit spürbar, begleitet von kleinen
Gesten zärtlicher Rücksichtnahme. Mit sicherem Gespür für die Situation sind so Gemälde entstanden,
die von der Kraft der Farbe leben, gleichzeitig aber auch den Reiz des Atmosphärischen mit einbeziehen.
Dazu kommt eine außerordentlich präzise Beobachtungsgabe der Künstlerin. Dies wird vor allem in den
"Strandbildern" und "Skizzen" deutlich. Und noch etwas anderes zeigen die Arbeiten: "for ever young"
gibt es bei Hermia Szabo-Beuchert nicht. Ihr Blick ist zwar wohlwollend, dennoch entlarvend. Keine
Fettabsaugung, kein Lifting kaschiert die unübersehbaren Zeichen des Alterns, wenn die überbordenden
Fleichmassen kaum gebändigt werden können, und sich in vielen faltigen Wülsten über der Körperlandschaft
verteilen. Auch hier findet sich die für die Künstlerin dynamische Bildsprache: ein viertuoser Strich, verbunden mit
reinen, kontrastreichen Farben, in teilweise überraschender Transparenz."
Martina Sutter, Erlanger Nachrichten 12./13. Oktober 2002
Ausstellung im Waldkrankenhaus Erlangen:
Geriatrische Rehabilitation
Iher Bilder strahlen Lebensfreude und Zufreidenheit aus; Hermia Szabo-Beuchert malt mit leuchtenden Farben.
IhreLandschaftsbilder zeigen ihre ungarische heimat, die üppige Blütenfülle in den Gärten, die von Weinlaub
überwucherten Häuser, die flirrende Hitze eines sonnentages oder einfach einen knallroten Stuhl im Garten.
Doch nicht nur die Farben - reine, ungemischte Töne in starken Kontrasten - erinnern an die Kunst der
französischen Expressionisten um Matisse. Auch die Leichtigkeit ihrer Bildsprache lässt sich durchaus mit den
Werken der Fauves vergleichen. Nie verliert sich die Künstlerin in den details. Die Farben werden locker und
großzügig gesetzt. Schwungvolle Striche und Tupfen fügen sich zueinander. Alles wirkt dynamisch und impulsiv.
Kristin Schmidt, Erlanger Nachrichten September 1999