| Immer wenn das Motiv wechselte und die Wasserwand den Schlosshof in ein neues Licht tauchte, erscholl ein lang gezogenes „Aah“ und „Ooh“ durch das weite Rund des Platzes. Einen aufrichtigeren Beifall hätte sich Roger Beuchert gar nicht wünschen können. Der Marloffsteiner Künstler, der schon bei der Kunstnacht das alte Gemäuer in Licht tauchte, hat „in memoriam“ seiner im letzten Jahr verstorbenen Frau Hermia Szabo-Beuchert deren Arbeit fortgesetzt und sicher noch übertroffen. Vor allem wenn im Halbstunden-Rhythmus die „nasse Leinwand“ aufleuchtete, herrschte so drangvolle Enge, dass es für die Nachzügler unter den Schaulustigen kein Durchkommen mehr gab. Da machte es nicht einmal etwas aus, dass einmal die Technik wegen Überlastung in die Knie ging. Während Bauhof-Chef Herbert Sucker das Städtchen nach einer Porzellan-Sicherung abklapperte und am Ende natürlich auch fündig wurde, vertrieb sich das „Volk“ die Wartezeit mit „small talk“. F.: gri
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, HERZOGENAURACH, HÖCHSTADT
31.Juli 2006
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